Girls’- und Boys´ Day 2017

Nicht in alten Schubladen denken – bei der Berufswahl sind alle Interessen und Fähigkeiten gefragt

27.04.2017
Arbeits- und Frauenministerin Emilia Müller mit einer Gruppe junger Damen im Werk der BMW Group München. (Bild: StMAS)
Arbeits- und Frauenministerin Emilia Müller mit einer Gruppe junger Damen im Werk der BMW Group München. (Bild: StMAS)

Zahlreiche Unternehmen öffnen am 27.04.2017 ihre Türen für den Nachwuchs. Bei attraktiven Angeboten haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in Berufe zu schnuppern, die noch nicht auf ihrer Wunschliste stehen. So sind Mädchen speziell in sog. MINT-Berufen noch zu wenig präsent. Andererseits streben Jungen viel zu selten soziale Berufe an.

„Bei der Berufswahl denken Jugendliche häufig noch in Schubladen. Dabei sind gerade hier alle Fähigkeiten und Interessen gefragt. Unsere Gesellschaft verändert sich stetig. Sie ist geprägt von einem rasanten technischen Fortschritt. Da passt es nicht, wenn junge Menschen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll ausschöpfen“, so Bayerns Arbeits- und Frauenministerin Emilia Müller, die anlässlich des Girls' and Boys' Day eine Gruppe junger Damen bei ihrer Schnuppertour im BMW Group Werk München begleitete.

„Ich kann nur allen raten, bei der Berufswahl auch einmal über den Tellerrand zu schauen. Dafür bietet der Aktionstag eine gute Gelegenheit. Denn die Zeiten von typischen Frauen- und Männerberufen sollten wir nun endgültig hinter uns lassen!“, so die Ministerin weiter.

Junge Menschen haben die Auswahl unter mehr als 300 Ausbildungsberufen. Dennoch orientieren sich Mädchen und Jungen seit Jahren an den gleichen Wunschberufen. So liegen bei den Mädchen Berufe aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung unverändert auf den ersten Plätzen. Die Bestsellerliste bei den Jungen führen Berufe aus den Bereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung an. Auch die Studienwahl ist noch immer hauptsächlich von veralteten Rollenbildern geprägt.